Konzeption der Kindertagesstätte Lütte Lüüd

Vorwort

Liebe Eltern, liebe Interessierte,
mit dieser Broschüre überreichen wir Ihnen die Konzeption der Integrativen Kindertagesstätte „Lütte Lüüd“ der Lebenshilfewerk Neumünster GmbH, Roonstraße 185, in Neumünster. Sie wurde von den pädagogischen Mitarbeiterinnen dieser Einrichtung erstellt, um Ihnen möglichst überschaubar

  • einen Einblick in unsere tägliche Arbeit zu geben
  • unsere Arbeit nachvollziehbar und überprüfbar zu machen

Grundsätzliches zum Träger
Träger der Einrichtung ist die LEBENSHILFEWERK Neumünster GmbH. Das LEBENSHILFEWERK besteht seit 1991. Alleiniger Gesellschafter ist der Verein Lebenshilfe.

Das LEBENSHILFEWERK ist

  • Mitglied des Landesverbandes der Inneren Mission in Schleswig-Holstein e.V., eine dem Diakonischen Werk in Schleswig-Holstein angeschlossene Einrichtung, sowie
  • Mitglied des Verbandes Evangelischer Kindertageseinrichtungen in Schleswig- Holstein.

Übergeordnetes Ziel der LEBENSHILFE ist es, sich engagiert für das unantastbare Lebensrecht von Menschen mit Beeinträchtigungen sowie deren Wohl und umfassende Teilnahme am gesellschaftlichen Leben einzusetzen.

Die Integrative Kindertagesstätte „Lütte Lüüd“ ist eine sozialpädagogische Einrichtungmit einem nach dem Kindertagesstättengesetz Schleswig- Holstein von 1991 eigenen Betreuungs-, Erziehungs- und Bildungsauftrag, an dessen Zielen und Grundsätzen wir uns orientieren und damit die elterliche Erziehung ergänzen und unterstützen.

1. Unsere Kindertagesstätte stellt sich vor

Unsere Kindertagesstätte liegt in Neumünster, im Stadtteil Faldera-West. Die Kinder kommen vorwiegend aus dem Wohnumfeld unserer Einrichtung. Wir nehmen Kinder im Alter von 1 – 6 Jahren auf, unabhängig von Nationalität, Konfession und Art der Beeinträchtigung.

Unsere Integrative Kindertagesstätte „Lütte Lüüd“ ist ein Ort des Miteinanderlebens und des Miteinanderlernens. Es ist ein Ort, an denen Kinder Kinder sein dürfen, an denen sie sich erproben und auch an ihre Grenzen stoßen können. Durch die anregende Umgebung, die Bereitstellung von Material und Werkzeug und die liebevolle Unterstützung unserer MitarbeiterInnen bekommen die Kinder die Gelegenheit, ihren Forscherdrang und Forschergeist kreativ auszuleben. Die Ausstattung unserer Kita sorgt für Impulse, Anregungen und Anknüpfungspunkte, um diese Neugier zu wecken.

Die Integrative Kindertagesstätte, in der 75 Kinder und 14  pädagogische MitarbeiterInnen sowie eine pädagogische Leitung (unterstützt durch weitere Kräfte, wie z.B. Therapeuten und PraktikanntInnen) den Tag miteinander verbringen, ist seit dem 02.01.1996 geöffnet.

Wir betreuen 5 Gruppen – 3 integrative Regelgruppen und 2 U3-Familiengruppen.
In den drei Integrativen Regelgruppen werden jeweils 11 nicht behinderte und vier behinderte Kinder bzw. von Behinderung bedrohte Kinder gemeinsam betreut und gefördert.

In den zwei U3-Familiengruppen werden jeweils 5 Kinder von 1-3 Jahren und 10 Kinder von 3-6 Jahren betreut.

Zum Spielen und Toben, zum Erzählen, Kuscheln und vielen anderen Aktivitäten steht den Kindern jeder Gruppe neben dem Gruppenraum ein zusätzlicher Kleingruppenraum zur Verfügung. Gemeinsam werden die Mehrzweckhalle, ein Therapieraum und das Außengelände genutzt.

Um den Kindern eine bessere Orientierung zu ermöglichen, achten wir auf eine klare Strukturierung der Räumlichkeiten und auf Vermeidung von Reizüberflutung. Die Räume sind so gestaltet, dass sie beruhigende Wirkung haben und die Voraussetzung für vielfältige Bewegungsmöglichkeiten sowie Begegnungsmöglichkeiten in kleinen Gruppen geschaffen werden.

Die Regelöffnungszeit der Integrativen Kindertagesstätte ist Mo-Fr- von 8.00 Uhr – 16.00 Uhr.   Für die Kinder berufstätiger Eltern besteht auf Antrag die Möglichkeit, ab 7.30 Uhr den Frühdienst in Anspruch zu nehmen.

In den Integrativen Regelgruppen werden die Kinder von einer sozialpädagogischen Fachkraft (ErzieherIn) und einer sozialpädagogischen Fachkraft mit sonderpädagogischer oder heilpädagogischer Zusatzausbildung unterstützt und durch weitere Kräfte, betreut und gefördert.

Die Schließungstage (3 Wochen während der Sommerferien und 1 Woche zwischen Weihnachten und Neujahr und bei Fortbildung des gesamten Teams) werden frühzeitig schriftlich bekanntgegeben.

Für alle Kinder findet in den Gruppen ein gemeinsames Frühstück in der Zeit von 9.00 bis 10.00 Uhr statt. Die Kinder aller Gruppen essen jeweils in ihren Gruppen gemeinsam Mittag.

Wir planen mit Eltern und Kindern Feste und andere Aktivitäten für ein Kindergartenjahr, zum Teil gruppenintern oder schließen uns gruppen- oder auch einrichtungsübergreifend zu größeren Veranstaltungen zusammen.

2. Kindheit heute, veränderter Lebens- und Erfahrungsraum

Durch den Wandel in der Gesellschaft und damit der Umwelt haben die Kinder heute veränderte Lebens- und Erfahrungsräume. So werden zum Beispiel durch immer kleinere Grundstücke, dichte Siedlungen und hohes Verkehrsaufkommen die Spielflächen für die Kinder, besonders in den Städten, immer kleiner.

Aus diesem Grund können viele Kinder kaum Naturerfahrungen machen. Sie haben auch immer seltener die Möglichkeit, ihrem natürlichen Spiel- und Bewegungsdrang nachzugehen.

Der Spielraum der Kinder verlagert sich deshalb auch in unserem Stadtteil immer mehr auf festgelegte, organisierte Freizeitangebote wie Ballett, Fußball, Musikschule usw. Auch die Situation der Familien hat sich grundlegend verändert: Viele Kinder sind Einzelkinder, beide Elternteile sind berufstätig, Mutter oder Vater sind alleinerziehend.

Die fortschreitende Technisierung und der zunehmende Einfluss der Medien erschweren den Kindern die Möglichkeit, ihre Umwelt handelnd zu erfahren. Sinnzusammenhänge sind für Kinder nur schwer verständlich.

Diese veränderten Bedingungen machen es erforderlich, bisherige pädagogische Methoden wie auch Inhalte zu überdenken und neue Wege zu gehen.

3. Die Grundsätze und Ziele im Umgang mit den Kindern

Pädagogische Arbeit verlangt eine innere Auseinandersetzung und Klärung. Wie sehe ich den Menschen, das Kind? Was will ich mit meinem Handeln erreichen? Welchen Weg schlage ich ein?

Diesen Fragen sind wir in vielen Gesprächen und Diskussionen immer wieder nachgegangen. Ihre Beantwortung beinhaltet immer unser individuelles Bild vom Menschen.

Das Bild vom Menschen
Der Mensch ist für uns eine eigenständige Persönlichkeit, dem wir mit Akzeptanz und Achtung begegnen.

Gleichwertigkeit und Vertrauen bilden die Basis für ein wertschätzendes Miteinander.

Dies bedeutet für unseren Umgang mit dem Kind:
Wir begegnen ihm mit Achtung.
Wir respektieren seine Rechte.
Wir tolerieren seine Gefühle.
Wir zeigen Bereitschaft mit und von den Kindern zu lernen.

Wir gehen davon aus, dass jedes menschliche Verhalten seinen eigenen Sinn, seine eigene Notwendigkeit und seine eigene Bedeutung besitzt.

Wir verstehen daher das Kind als Akteur seiner Entwicklung.

Wir begleiten das Kind gemäß seines individuellen Entwicklungsstandes von seinen Stärken, Interessen und Bedürfnissen ausgehend.

Dabei steht nicht ein von uns erwünschtes oder gesellschaftlich genormtes Verhalten im Vordergrund, sondern unterschiedliche Entwicklungen zu unterstützen.

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Da eine Konzeption ständig erweitert, angepasst und verbessert wird, gibt es in unregelmäßigen Abständen immer ein Update dieser Seite.

Viel Spaß beim stöbern….

Kontakt

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